Dienstag, 18. September 2012

Filmkritik: Resident Evil 5 - Retribution

Filmkritik: Resident Evil 5 Retribution
Resident Evil Retribution Plakat
Filminfos:

Filmstart: 20.09.2012
Regie: Paul W.S. Anderson
Cast: Milla Jovovich, Kevin Durand, Michelle Rodriguez, Sienna Guillory
Trailer: Resident Evil 5 - Retribution Trailer

Einleitung:

Resident Evil 5 - Retribution ist die bisher größte deutsche Filmproduktion mit 21 unterschiedlichen Games und 5 Filmen eines der erfolgreichsten Spiele-Franchises überhaupt. In den USA, Russland und Teilen Asiens ist Resident Evil 5 - Retribution bereits angelaufen und hat bis dato über 70 Millionen Euro eingefahren. Am 20.09.2012 erscheint der Film endlich in Europa. Am 17.09.2012 hat Constantin Film mit verschiedensten Partnern (BMW, Lautsprecher Teufel, Matrix Berlin uvm.) eine Fanpremiere in Berlin veranstaltet.

Kurzinhalt:

Nachdem Alice und ihre Gefährten in Resident Evil 4 - Afterlife auf die Arcadia gelangen und die gefangen genommenen Menschen befreiten erschienen am Horizont die Flugschiffe der Umbrella Corporation. Resident Evil 5 - Retribution beginnt mit dem überfallartigem Angriff auf den Frachter bei dem es der Umbrella Corporation erneut gelingt Alice in Gefangenschaft zu nehmen.
Als sie wieder zu sich kommt befindet sich Alice in einer der geheimsten Einrichtungen der Umbrella Corporation. Dank der Hilfe von unbekannten kann sie aus Ihrer Zelle fliehen und macht kurz darauf Bekanntschaft mit ihren Befreiern. Eine Hand voll angeheuerter Söldner, die im Auftrag einer bereits aus den vorherigen Teilen bekannten Person handeln. Der Auftrag lautet Alice aus der Einrichtung zu befreien und die Basis zu zerstören. Der Kampf zwischen Alice und Umbrella sowie der Menschheit gegen die Seuche geht in die nächste Runde.

Munition ist überbewertet

Wer die Spiele der Resident Evil Teile kennt, der weiß, dass Munition keinesfalls überbewertet wird. Im Gegenteil. Munition ist ein Garant fürs überleben und daher sollte mit ihr möglichst sorgsam umgegangen werden. Dies war auch in den ersten beiden Teilen der Resident Evil Reihe zu sehen. Doch der Wandel vom atmosphärischem zum actiongeladenem Film fand mit den Teilen drei und vier statt. In diese Richtung hat sich auch weiterentwickelt. Man hat das Gefühl, dass die handvoll Söldner rund um Alice Magazine haben, die nicht geleert werden können. Im neusten Teil des Franchises kommt dementsprechen die Action keinesfalls zu kurz. Schon in den ersten Minuten weiß man, dass es hier ordentlich zur Sache gehen wird.

Resident Evil? Kenn ich nicht!

Aber das macht doch nichts. Nach einem wahrlich gelungenem Übergang vom vierten Teil zu Resident Evil 5 - Retribution gibt es für alle, die die ersten Teile nicht gesehen haben, eine kurze Zusammenfassung aller Geschehnissen inklusive kleiner Rückblenden. Dadurch wird ein gutes Grundwissen vermittelt um den Film auch ohne Kenntnis der anderen Teile zu sehen. Allerdings haben sich über die verschiedenen Teile hinweg Beziehungen zu verschiedensten Personen aufgebaut, die Serienüblich auch hier teilweise wieder auftauchen.

Freund oder Feind?

Eben noch glückliche Familie und im nächsten Moment vom eigenen Ehemann hingerichtet. So ist das unter Zombies nunmal.
Doch man muss nicht Zombie werden um die Seite zu wechseln. Bereits im vierten Teil wurden Menschen von der Umbrella Corporation zu Sklaven gemacht, die einzig und allein Befehlen gehorchten. So kommt es, dass sich einige Rollen in wieder gedreht haben. Unter den alten Bekannten ist Jill Valentine (Teil 2) nun eine von den Bösen, während Ada Wong von der Umbrella Corporation nun auf Seiten der Menschheit steht.

Resident Evil 5 - Fanpremiere
Größer, Stärker, Besser

Da die Umbrella Corporation ständig versucht das T-Virus zu verbessern und versucht es zu kontrollieren entstehen ständig neue Mutationen unter den Zombies. So ist es kaum verwunderlich, dass in Resident Evil 5 - Retribution wieder neue Kreaturen versuchen Alice und ihren Verbündeten das Leben schwer zu machen. So können mittlerweile "einfache" Zombies mit Waffen feuern, auch wenn sie nicht sonderlich treffsicher sind. Allerdings schien man sich zu Fragen, wie man die "Endbosse" aus den vorherigen Teilen übertreffen könne. Leider schien niemandem etwas besser eingefallen zu sein als einfach die selben im Doppelpack zu nehmen.

Fazit

Das Problem bei Resident Evil 5 - Retribution ist der Name. Ich hätte mich gefreut, wenn man mit dem fünften Teil wieder mehr auf Atmosphäre setzt, selbstverständlich ohne die Action zu kurz kommen zu lassen. Das ist leider nicht geschehen, weswegen ich durchaus enttäuscht bin. Auf der anderen Seite muss man sich auch eingestehen, dass sich die Reihe über die letzten zwei Teile eben in genau diese Richtung entwickeln wollte und dies auch kontinuierlich fortgesetzt hat. Daher konnte man erwarten, dass es ein reines Actionspektakel wird. Und das war es! Zombieschlachten auf hohem Niveau möchte man sagen. Die Frage ist also, was Ihr von Resident Evil 5 - Retribution erwartet. Wenn Ihr pure/s Action/Zombieschnetzeln, ohne große Story (denn die kommt diesmal wirklich kurz) erwartet seid ihr hier vollkommen richtig. Wenn Ihr jedoch die "typische" Resident Evil-Atmosphäre erwartet werdet ihr höchstwahrscheinlich enttäuscht sein und solltet eventuell lieber auf Silent Hill 2 warten.

Damit gibt es 65%

©Movie Knight - Das Filmmagazin

Weitere Kritik:

Das Bourne Vermächtnis

Kommentare:

  1. Werd ihn mir auf jeden Fall ansehen! :)

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  2. ich glaube es ist einfacher sich eine maske zu machen als den speicher einer kuh zu bekommen :-D

    ich mag übrigens deinen blog, er ist sehr schön gemacht :)

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