Dienstag, 18. Dezember 2012

Life of Pi: Special

Das Kinojahr 2012 neigt sich dem Ende und wir blicken zurück auf ein Jahr toller Filme. Doch das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so erscheinen im Dezember noch Filme wie "Der Hobbit" aber auch "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger".

20th Century Fox

Einleitung:


Als ich zum ersten Mal von Life of Pi gehört habe, dachte ich mir nur "pff unwichtig". Doch nach kurzer Zeit war ich in den Bann gezogen und möchte euch daher den Film etwas näher bringen. Als kleinen Bonus findet Ihr unter folgender URL noch ein Gewinnspiel bei dem Ihr 1x2 Freikarten gewinnen könnt:
http://movieknightmagazin.blogspot.de/2012/12/life-of-pi-gewinnspiel.html

Filmstart: 26.12.2012
Regie: Ang Lee
Cast: Suraj Sharma, Gérard Dépardieu, Irrfan Khan,Tabu, Rafe Spall

Kurzinhalt:


Die Geschichte in Life of Pi handelt von Piscine Molitor Patel, kurz Pi Patel, der seine gesamte Familie bei einem Schiffsunglück verloren hat. Er wuchs in Indien auf. Seine Familie war im besitzt eines Zoos. Als seine Eltern sich entschlossen ein besseres leben zu suchen verkauften sie den Zoo um in Richtung Kanada aufzubrechen. Einige Tiere nahmen sie mit. Während der überfahrt nach Kanada brach ein verwüstender Sturm auf, der das Schiff zum kentern brachte. Einziger überlebender Pi Patel und der bengalische Tiger namens Richard Parker. Den Tiger, der ihn als er noch klein war schon fasziniert hat. Bereits als Kind versuchte Pi sich mit dem Tiger anzufreunden. Als sein Vater dies mitbekommt bekommt er eine Lektion erteilt, die er nie vergessen wird. Der Vater sagt zu ihm: "Der Tiger ist nicht dein Freund!" sowie "Tiere denken nicht wie wir. Menschen, die das vergessen, werden getötet!".

 

 Buchvorlage:


Autor der Buchvorlage ist Yann Martel. Er wurde in Kanada geboren und schrieb zwei Jahre an dem Buch. Bevor er anfing das Buch zu schreiben verbrachte er sechs Monate in Indien um Kirchen, Moscheen, Zoos und Tempel zu besichtigen. Ebenfalls studierte er ein Jahr lang religiöse Schriften und las Erfahrungsberichte von Schiffbrüchigen. Insgesamt brauchte Yann Martel also in etwa dreieinhalb Jahre für den Roman. Nach der Veröffentlichung des Buches im Jahre 2001 erhielt der Autor den Bookerpreis. Der Bookerpreis ist der wichtigste britische Preis für Literatur. Weltweit verkaufte sich Life of Pi bereits über 7 Millionen mal. Vor Ang Lee haben bereits unterschiedlichste Regisseure bei Yann Martel bezüglich einer Verfilmung angefragt. Doch Laut Yann Martel konnte keiner die Visionen des Autors wiederspiegeln.








Featurette in dem der Autor, sowie der Regisseur Ang Lee über die Herausforderungen einer Umsetzung des Buches sprechen.


Der Regisseur:


Ang Lee ist bereits zweifacher Oscar-Preisträger. Den ersten erhielt er für den Film "Tigers & Dragon", als Bester fremdsprachiger Film. Den zweiten Strich er als Bester Regiesseur im Jahre 2006 für den Film "Brokeback Mountain" ein.

Sein Langfilm-Regiedebüt hatte Ang Lee 1992 mit "Schiebende Hände" dem ersten Teil der "Father Knows Best"-Trilogie. Seit seinem Debüt konnte Ang Lee zahlreiche Auszeichnungen für all seine Werke verzeichnen. Neben Brokeback Mountain und Tigers & Dragon dürfte im europäischem Raum auch der erste Teil der "Hulk" Filme ein begriff sein.
Als er sich mit dem Projekt Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger auseinandersetzte kamen Ihm bedenken, wie man die Vorlage umsetzen könne:"Es war sehr schwierig. Es ist ein brillantes Buch, aber es ist nicht direkt filmfreundlich. Es hat viele innere Beschreibungen und dann auch noch dieses philosophische Ende. Wie soll man das umsetzen?".
Bisher arbeitete Ang Lee noch nicht in 3D, doch er war überzeugt, dass die neuen technologischen Entwicklungen es ihm ermöglichten die Emotionen und inneren Beschreibungen zu visualisieren.

Ang Lee über den Film und die 3D Technologie für Life of Pi:

Wie erwähnt ist Ang Lee kein Experte in Sachen 3D-Technologie. Im Gegensatz dazu ist James Cameron ein Vorreiter, was 3D angeht und gilt spätestens seit Avatar als Ikone auf diesem Gebiet. Damit Life of Pi nicht wie in vielen anderen Filmen nur ein halbgares obendrauf darstellt wurde James Cameron als Berater engagiert um dem Zuschauer ein perfektes 3D-Erlebnis zu gewährleisten.

Über die Arbeit mit Ang Lee, den Film und die 3D-Effekte sagte James Cameron folgendes:

Der Hauptdarsteller:


Weder das Gesicht noch der Name dürfte den meisten ein Begriff sein. Mit den meisten meine ich vermutllich alle, denn der Hauptdarsteller in Life of Pi ist Suraj Sharma. Er spielt den Schiffbrüchigen Pi Patel und stand vorher noch nie für einen Film/Serie vor der Kamera.
Wie er die Rolle bekam ist wohl ein wink des Schicksaals. In ganz Indien wurden Castings für den Film abgehalten. Der Bruder von Suraj wollte unbedingt hingehen und Suraj begleitete ihn. Selbst wollte er nicht am Casting teilnehmen. Die Crew vor Ort sah ihn und fragt ihn ob er nicht auch teilnehmen wolle, da sein Aussehen und Alter zur Rolle passen würde. Suraj sagte nur, dass er gerade eh nichts besseres täte und auch gern mitmachen könnte. Daraufhin wurde er immer wieder angerufen um weitere Szenen vorzuspielen bis er in den Final Auditions zu Ang Lee  eingeladen wurde. Zunächst dachte er noch, dass er eh nicht sehr weit kommen würde. Ohne Schauspielerfahrung, ein indischer Junge von nebenan. Doch nach den ersten Gesprächen mit Ang Lee viel es Suraj einfacher, am Ende bekam er die Rolle und nach diesem Film wird niemand mehr sagen: "Wer ist das?"

Behind the Scenes of "Life of Pi"






















Fazit:


Eingangs erwähnte ich, dass mich Life of Pi mittlerweile in seinen Bann gezogen hat. Die Featurettes dürften ein kleinen Einblick gegeben haben warum. Meine Erwartungshaltung ist allerdings noch viel größer. Ich denke, dass Life of Pi einer, wenn nicht sogar der Beste Film des Jahres wird. Ich sehe durchaus paralellen zu Avatar. Das visuelle ist einfach atemberaubend. Die Ähnlichkeiten sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass James Cameron an den visuell Effects mitgearbeitet hat. Die Farbspiele sind seit Avatar in dieser Form nicht mehr da gewesen. Die indische Landschaften haben etwas magisches und schönes. Slumdog Millionär hat bereits aufgezeigt, dass Filme mit indischem Hintergrund auch in den westlichen Ländern mehr als erfolgreich sein können, wenn man auf Bollywoodtänze verzichtet.
Ang Lee beschrieb Indien wie folgt: "Es ist einmalig und für den Rest der Welt irgendwie fremdartig. Man könnte die Kamera einfach an jeder beliebigen Stelle aufstellen und das entstandene Bild wäre wunderschön.".
Und diese Schönheit wollte und hat Ang Lee in Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger in vollem Umfamg übertragen. Das der Film mehr als nur potenzial hat wird durch die derzeitige "Award Season" in Amerika bewiesen. Life of Pi wurde bereits für 3 GOLDEN GLOBES nominiert wurde in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie (Ang Lee) und Beste Filmmusik (Mychael Danna). Ebenfalls wurde der Film für ganze 9! CRITICS CHOICE AWARDS nominiert und viele weitere Nominierungen werden ganz sicher nicht auf sich warten lassen.

In welchem Licht erscheint der Film für euch? Schreibt eure Meinungen und Erwartungen in die Kommentare und teilt sie mit mir!

Ich bin jedenfalls heiß wie Frittenfett auf den Deutschlandstart und beende dieses Special mit Meinungen und Reaktionen vom Special Screening in Berlin:

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