Samstag, 2. Februar 2013

Filmkritik: Flight

Filmstart: 24.01.2013
Regie: Robert Zemeckis
Cast: Denzel Washington, John Goodman, Don Cheadle, Melissa Leo

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=8L04bQTKHW4

Kurzinhalt:


Whip Whitaker (Denzl Washington) ist wohl einer der besten Piloten überhaupt. Bei einem Flugzeugabsturz schafft er es, dass fast alle Passagiere des Fluges überleben. Durch sein intuitives handeln rettet er viele Leben. Doch die Medien, die Fluggesellschaft, der Flugzeughersteller - sie alle brauchen einen schuldigen. Die Ermittlungen laufen alle in Richtung des Piloten Whitaker, da er laut toxikologischem Bericht alkoholisiert und auf Drogen in das Flugzeug stieg.

Große Männer plagen große Laster


Das Denzel Washington ein großartiger Schauspieler ist hat er uns bereits oft bewiesen. Seine Rolle als Whip Whitaker tut dem keinen Abbruch. Im Gegenteil. Ich glaube ich habe noch nie einen alkoholabhängigen Menschen mehr gewünscht, dass alle Verfahren gegen ihn eingestellt werden. Geschieden von der Frau, sein fünfzehn Jähriger Sohn spricht nicht mit ihm. Wer mag es ihm da verübeln, alkohol zu trinken? Die Oscarnominierung für Denzel ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Für die Drogen springt John Goodman als persönlicher Lieferant ein. Von der ersten Sekunde in der er auftaucht macht es einfach Spaß. Er hat nur ein paar kurze Auftritte, doch er weiß sich so gut in Szene zu setzen, dass man ihn die gesamte Zeit nicht vergisst. Und auch Don Cheadle, der den Anwalt für Whip Whitaker spielt und aus der Serie House of Lies mitspielt mimt den Anwalt perfekt.

Wer bist du überhaupt?


Nachdem ich den Trailer sah, habe ich etwas erwartet dass mich voll mitzieht bzw. etwas aufbrausendes mit hohem Tempo. Die ersten 30 Minuten von Flight bieten genau das. Doch dann wird sinkt die Geschwindigkeit und es wird gemächlicher. Nachdem die Gründe für den Flugzeugabsturz relativ schnell geklärt sind nimmt nun ein Thema das Heft in die Hand, welches man so aus dem Trailer nicht erwarten durfte. Whip Whitakers Alkoholsucht wird zur Hauptstory. Aus dem großen Flugzeugabturzdrama wird ein persönliches Drama. Trotz der unerwarteten Richtung die nun eingeschlagen wird war ich weiterhin voll und ganz im Bann von Denzel Washington. Man merkte ihm an, dass er gegen die Sucht kämpft und doch immer wieder den Kampf verlor. Es war spürbar, dass er etwas wollte, aber trotzdem nicht so richtig in welche Richtung es geht.

Übrigens auch der Score ist klasse und sollte nicht unerwähnt bleiben:


Fazit:


Schauspielerische Glanzleistungen und eine heikle Thematik, die man so nicht erwartet hat. Am Ende des Tages wird man zum nachdenken angeregt, auch wenn die Reaktion des Hauptprotagonisten weltfremder nicht sein könnte. Leider wurde nicht darauf eingegangen woher die Alkoholsucht ihren Ursprung hat. Meine eigene Theorie wurde zum Ende entkräftet. Es hat mich selbst ein wenig überrascht wie sehr ich die gesamte Zeit über gefesselt da saß.

Wer sollte sich den Film ansehen: Denzel Washington Fans kommen hier auf jeden Fall auf ihre kosten. Ebenfalls ist man hier gut aufgehoben wenn man Dramen mag in diesem Fall geht es um den Zwiespalt zwischen Held und dennoch Verbrecher sein.

Wer sollte drauf verzichten: Wie bereits gesagt sollte man hier kein Actionspektakel erwarten. Nach dem Absturz geht es eher Sachte zu.

Meine Wertung: Ich wurde vom Thema des Films überrumpelt. Fand die Suchtthematik allerdings sehr spannend, wenn auch in einigen Szenen übertrieben dargestellt. Von mir gibt es 86% und eine klare schaut es euch an Empfehlung.

Eure Meinung ist gefragt


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