Freitag, 1. Februar 2013

Filmkritik: Step Up Miami Heat

Endlich mal wieder eine Kritik aus dem Hause Movie Knight. Passend zum Blu-Ray Start von Step Up Miami Heat am 07.02.2013 gibt es heute die Filmkritik zum Film.


Filmstart: 30.08.2012
DVD/BR-Start: 17.02.2013
Regie: Scott Speer
Cast: Kathryn McCormick, Ryan Guzman, Misha Gabriel, Cleopatra Coleman, Stephen „tWitsch“ Boss, Tommy Dewey und Peter Galaggher

Kurzinhalt:

Der Tänzer Sean (Ryan Guzman) arbeitet in einem Hotel in Miami's Nobelgegend Palm Beach. Er selbst lebt in den "Slums" von Miami und hat zusammen mit seinem besten Kumpel den Wunsch gehört zu werden. So gründen die beiden die Tanzgruppe "The Mob", die mit Flashmobs für aufsehen sorgt. Auf YouTube gibt es einen Contest: Der YouTube-Kanal, der es als erstes schafft zehn Millionen Aufrufe zu erhalten gewinnt 100.000 Dollar. Wenn das keine Motivation ist aufsehenerregende Flaschmobs zu veranstalten. Kurz nachdem die schöne Emily (Kathryn McCormick) zur Gruppe hinzustößt wird bekanntgegeben, dass die Slums abgerissen werden sollen um Platz für eine neue Nobelgegend zu machen. Emily schlägt vor keinen Flashmob aus Spaß zu machen. Stattdessen soll der nächste Auftritt ein Protestmob werden, um die Aufmerksamkeit für etwas gutes einzusetzen.

Aller Anfang ist schwer


Das ist wohl das Motto bei Step Up Miami Heat. Zumindest stolpert der Film zunächst so vor sich hin. Er beginnt mit einem Flashmob auf dem Oceans Drive. Über die Gründe weiß man herzlich wenig und auch danach kommt die Story nur schwerlich in Fahrt. Stattdessen wird hier eine Tanzsequenz an die nächste geheftet. Alles wirkt ziemlich erzwungen. Zwischen den Tanzsequenzen bleibt nicht viel Zeit die Story voranzutreiben. Die Geschichte kleckert ganz nebenläufig dahin.

Shake it Baby


Selbstverständlich haut die Musik mit den Flashmobs und der Choreografie einfach vom Hocker. Doch irgendwas fehlt im neusten Step Up Teil im Vergleich zu den älteren teilen der Serie. Trotzdem hat man ständig den Drang sich mit zubewegen. Man will einfach tanzen. Je weiter der Film voranschreitet desto mehr bekommt man von der Geschichte dahinter mit und umso mehr Sinn bekommt der Film. Nach circa einer Stunde des Films habe ich gedacht: "Oh jetzt ist der Film schon vorbei?!". Auf der einen Seite kam mir der Gedanke, dass das Elend jetzt endlich vorbei ist, auf der anderen Schade das es keine coolen Moves mehr zu sehen gibt.


Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei


Welch eine passende Zwischenüberschrift. Nachdem ich dachte dass alles vorbei ist begannen die letzten 40 Minuten des Films und diese waren genial. Bei Step Up ist es üblich dass die zweite Hälfte nochmal eine Schippe drauf legt, doch hier ist es gleich eine ganze LKW Ladung. Auf einmal ist alles da, was ich zuvor vermisst habe. In den vorangegangenen Filmen haben die Tänzer immer aus Leidenschaft getanzt. Diese Leidenschaft, die Emotionen fehlten irgendwie. Nun waren Sie da. Dann das große Finale. Ein würdiges Finale. Eine riesige unglaubliche Endsequenz, die leider überschattet wurde. Mittlerweile gab es eine persönliche Note und einen Sinn hinter den Flashmobs. Alles um das eigene Viertel und seine Herkunft zu retten. Doch statt dem Ende eine gewisse Ernsthaftigkeit zu verleihen, die die Geschichte verdient hätte, flippt der Stadtrat völlig aus und macht Moves nach und schreit wild in der Gegend rum.

Fazit:


Man mag es kaum glauben, aber ich habe sooo viel mehr erwartet. Klar geile Moves zu geilen Beats habe ich bekommen. Doch für mich steht Step Up für mehr als eine aneinander Reihung von Tanzsequenzen. Hier gibt es zwar auch eine Geschichte, die alles begleitet, doch geht diese leider vorallem zu Beginn unter. Trotz aller Kritikpunkte hatte ich beim zweiten Ende des Films ein unglaublich gutes Gefühl. Zum Schluss wurde mir genau das geboten was ich erwartet habe. Leider etwas zu spät. Auf der anderen Seite besser spät als nie.

Wer sollte sich den Film ansehen? Jeder der auf geile Beats in Kombination mit coolen Tanzmoves steht, wird wie bei den anderen teilen auch hier richtig sein. Der Soundtrack ist Step Up mäßig mehr als gelungen und die Moves regen zum nachmachen an.

Wer sollte sich den Film verkneifen? Wenn man eine gut inszenierte Story neben dem ganzen rumgezappel erwartet wird vermutlich enttäuscht werden.

Meine Wertung? Tja gar nicht so leicht. Vorallem wegen dem guten Ende ... wäre er durchgängig durchschnittlich gewesen wäre es wohl einfacher. Ich gebe trotzdem noch 70%.

Eure Meinung ist gefragt:


Wie fandet Ihr Step Up Miami Heat? Seid Ihr der selben Meinung oder seht Ihr das vollkommen anders? Lasst es mich wissen und schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Keine Kommentare:

Kommentar posten