Samstag, 27. Juli 2013

Filmkritik: Assault on Wall Street

Informationen:


DVD / BD Start: 27.09.2013
Regie: Uwe Boll
Cast: Dominic Purcell, Erin Karpluk, Edward Furlong
FSK: 16
Laufzeit: ca. 95 Minuten

Trailer: YouTube
Amazon Link:  Assault on Wallstreet

Kurzinhalt:


Durch die Finanzkrise haben viele Menschen ihr gesamtes erspartes verloren. Jim und Rosie sind zwei von ihnen. Jim arbeitet als Fahrer eines Geldtransporters in einer Sicherheitsfirma. Rosie ist schwer krank und benötigt teure Therapien. Doch nach der Finanzkrise weigert sich die Versicherung für die Behandlung weiterhin aufzukommen. Nachdem Jim erfährt, dass all seine Ersparnisse von seinem Investmentberater in den Sand gesetzt wurden versucht er alles um die Rechnungen bezahlen. Nachdem er jedoch auch noch seinen Job verliert und anschließend seine Frau sinnt es ihm nur noch nach Rache.

Vorwort


Am 22.07.2013 hatte ich die Gelegenheit Uwe Bolls neusten Streifen Assault on Wallstreet zu sehen. Uwe Boll war höchstpersönlich vor Ort und leitete den Film mit folgenden Worten ein: "Wer von Filmen wie Wall Street 2 und The Margin Call enttäuscht war, dem könnte dieser Film gefallen." Da fühlte ich mich doch direkt angesprochen, denn weder der eine, noch der andere konnte mich überzeugen. 

An Uwe Boll Film


Man könnte Assault on Wall Street für einen Found Footage Film halten, da man es hier dauerhaft mit einer Wackelkamera zu tun hat. Was im ersten Moment sehr komisch wirkt, bringt eine gewisse Dynamik mit sich. Obwohl der Beginn sehr ruhig und gemächlich ist wirkt die Anfangsphase durch die bewegten Bilder nicht so trocken. Ganz im Gegenteil. Ich hatte eher das Gefühl, dass mich diese "neugewonnene" Dynamik mitgetragen hat. Denn obwohl sich zunächst alles auf die beiden Hauptdarsteller konzentrierte, um die Geschichte der beiden zu aufzubauen, wurde es nicht ermüdend. Die Beziehung zwischen den beiden und deren Handlungen waren sehr authentisch und nachvollziehbar. Es fällt mir gar nicht leicht es zu sagen, doch der erste Teil des Films war für mich ein absoluter Genuss.


Und dann, dann kam die Wende und alles zu Ende


Doch ein Uwe Boll Film wäre kein Uwe Boll Film, wenn er nicht unkonventionell wäre. Und so beginnt das Schiff irgendwann zu sinken. Man merkt, wie die Dynamik verloren geht. Es werden gewisse Szenen immer und immer wieder wiederholt. Es kommt das Gefühl auf, dass Lücken irgendwie gefüllt werden mussten. Der Realismus bleibt auf der Strecke. Und so beginnt das Paradoxum, dass ich in der Art keinesfalls erwartet hätte. Obwohl nun der Teil kommt in dem das Tempo angezogen wird und die Action beginnt fühle ich mich, als würde der Bus nun ohne mich weiterfahren.

Fazit


Meine Erwartungen waren sehr niedrig. Umso überraschter war ich, dass mich Assault on Wall Street komplett mitgenommen hat zu Beginn. Das lag definitiv an Domenic Purcell, der hier vermutlich eine seiner besten Rollen gespielt hat. Umso ernüchternder war es dann, als sich das Blatt gewendet hat. Ein Kollege meinte zu mir: "Bei diesem Film ist es Schade, dass Uwe Boll sich seine in Ansätzen gute Arbeit immer selbst kaputt macht." Das passt einfach wie die Faust aufs Auge. Assault on Wall Street zeigt die Finanzkrise aus einer anderen Perspektive als die üblichen Filme, die dieses Thema behandeln. Das Potenzial war enorm doch leider konnte Uwe Boll es mal wieder nicht schaffen einen durchgehend stimmigen Film auf die Leinwand zu zaubern. Dennoch muss man sagen, dass der Film keine absolute Niete ist.

Das macht in Prozent eine Wertung von 62%

Eure Meinung ist gefragt:


Was haltet Ihr von der Idee eines Film, der sich um die Betroffenen der Finanzkrise handelt und nicht um die Verursacher?

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