Dienstag, 5. Juni 2012

Filmkritik: "Von der Kunst sich durchzumogeln"

Twentieth Century Fox
Regie: Gavin Wiesen
Schauspieler: Freddie Highmore, Emma Roberts, Rita Wilson
FSK: 6

Der 17-jährige George Zinavoy (Freddie Highmore) wohnt mit seiner Mutter (Rita Wilson) und seinem Stiefvater (Sam Robards) in New York und geht noch zur High School. Das einzige, das er am Leben sieht ist die Sterblichkeit. Wozu Hausaufgaben machen, eine Freundin oder Freunde haben, wenn wir am Ende unseres Lebens sowieso alleine sterben?
Mit dieser interessanten Theorie trifft er vor allem in der Schule auf einige Schwierigkeiten, da er nicht am Unterricht teilnimmt, sich vom Unterricht fernhält oder auf dem Schulgelände raucht.
Seine Theorie sowie seine Gefühlswelt werden jedoch auf eine Probe gestellt, als er Sally (Emma Roberts) kennenlernt und die beiden sich näher kommen.

Gavin Wiesen gab mit "Von der Kunst sich durchzumogeln" sein Regiedebüt und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Mit Freddie Highmore hat er ebenfalls einen unbekannteren Schauspieler gefunden, der wie gemacht für diese Rolle scheint. Dazu gesellt sich Emma Roberts, die sich mit Filmen wie "Twelve" und "It's Kind a funny Story" bereits einen Namen gemacht hat. Wie in den beiden anderen Filmen soll Emma Roberts auch hier dem Hauptcharakter den Kopf verdrehen.
Der Charakter "George", den Freddie Highmore wiedergibt, ist ein Charakter mit dem man sich in vielerlei Hinsicht identifizieren kann. Zum Beispiel als der als Kerl, der keine Freunde hat oder das man eine Freundin hat, für die man doch mehr empfindet. Aber auch als eine Person, der alles egal ist und irgendwie doch nicht.
Im großen und ganzen macht Freddie einen guten Job, jedoch fehlt es ihm stellenweise an der passenden Mimik. "George" ist ein sehr nachdenklicher Typ und an einigen Stellen konnte der nachdenkliche, betrübte Blick nicht überzeugend vermittelt werden. Trotzdessen hat er seinen Job gut gemacht. Vorallem die zwischenmenschliche Beziehung zu "Sally" konnte man nachvollziehen und nachempfinden.
Wie bereits angesprochen bedient sich der Film eines Themas, dass vermutlich jeder kennt. Man lernt ein Mädchen kennen, man freundet sich an und irgendwann ... empfindet man mehr. Die Entwicklung, die der Hauptprotagonist durchmacht ist klar strukturiert und nachvollziehbar.

Es wird bei dem Film vieles fallen gelassen, was man hätte ausschmücken können. Er hat keine unvorsehbaren Wendungen und wenig Überraschendes. Es gibt einen roten Faden, an dem man ohne großes drum herum entlang geführt wird. Trotz der ruhigen und vor sich hinplätschernden Art wird es nicht langweilig. Es sind genau diese Punkte, die diesen Film so sympathisch machen. Die einzige Sache, die ich wirklich kritisieren muss ist das Ende ... ich hätte mir ein anderes gewünscht.

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